Mittelstufe (Klassen 7 - 9)

 

 
1. Bildungsgänge
  • Seit der Klasse 6 haben die Schülerinnen und Schüler im Wahlpflichtbereich I entweder Französisch oder Latein als zweite Fremdsprache. Die zweite Fremdsprache ist ein schriftliches Fach und gehört zur Fächergruppe I (Versetzungsrelevanz wie bei den Fächern Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache). Der Unterricht ist in den Klassen 6 und 7 vierstündig, in den Klassen 8 und 9 dreistündig. Die Schülerinnen und Schüler, die Latein gewählt haben, können nach der Klasse 10 das Latinum erwerben.
  • Mit Beginn der Jahrgangsstufe 8 wird den Schülerinnen und Schülern mit dem Wahlpflichtbereich II eine weitere Möglichkeit geboten, eigene Interessen und Begabungsschwerpunkte zu erproben. Bei den Fächern des Wahlpflichtbereiches II handelt es sich um schriftliche Fächer, die zur Fächergruppe II gehören (Versetzungsrelevanz wie bei den Fächern Erdkunde und Biologie). Das Wahlangebot an unserer Schule umfasst

    • Französisch als dritte Fremdsprache
      • Der Unterricht in der dritten Fremdsprache erfolgt vierstündig, die drei anderen Fächer werden dreistündig unterrichtet. Schülerinnen und Schüler, die Informatik, BEE oder Biologie Chemie wählen, erhalten ein zusätzliches Förderangebot in einem Hauptfach bzw. einer Naturwissenschaft.
    • Informatik
      • Das Fach Informatik beschäftigt sich mit Textverarbeitung (MS-Word), Tabellenkalkulation (Excel), der Erstellung von Webseiten (mit HTML und JavaScript), mit Präsentationssoftware (Powerpoint) und technischer Informatik.
    • BEE (Wirtschaft-Englisch)
      • Bei dem Fach BEE (Wirtschaft-Englisch) geht es um den Erwerb von Grundkenntnissen im Bereich Wirtschaftsenglisch, den Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge, den sicheren Gebrauch des Englischen in Standardsituationen des Berufs- und Geschäftslebens, die Planung und Umsetzung von Geschäftsideen und die kritische Betrachtung der Rolle des Verbrauchers im Wirtschaftsleben.
    • Biologie Chemie
      • Das Fach Biologie Chemie beschäftigt sich mit der Biologie und Chemie des Menschen und seines Umfeldes an Beispielen und mit Hilfe von Experimenten.
  • Die Schülerinnen und Schüler, die nicht am konfessionellen Religionsunterricht teilnehmen, haben ab der Klasse 5 das Unterrichtsfach Praktische Philosophie. Es wird wie Religion zweistündig unterrichtet, ist kein schriftliches Fach und gehört zur Fächergruppe II. Der Unterricht vermittelt ohne eine konfes-sionelle Grundlage die Begegnung und Auseinandersetzung mit Schlüsselproble-men des individuellen und sozialen Lebens sowie mit einem weiten Spektrum von Sinn- und Wertfragen. Sein Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern zu helfen, ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst aufzubauen, die Wirklichkeit in ihren vielfältigen Dimensionen differenzierter wahrzunehmen und zu beurteilen sowie in einer pluralistischen Gesellschaft eigene begründete Wertmaßstäbe zu entwickeln, die eine sinnvolle Lebensführung und verantwortliches Handeln ermöglichen.
2. Qualitätsentwicklung und -sicherung
  • Auf Grund der im Zusammenhang mit der Verkürzung des Bildungsgangs am Gymnasium auf acht Jahre entwickelten Kernlehrpläne für die Sekundarstufe I haben alle Fachkonferenzen schulinterne Curricula erarbeitet, die formulieren, über welche fachlichen Kompetenzen die Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Jahrgangsstufen verfügen, um so sicherzustellen, dass die in NRW verbindlichen Bildungsstandards auch erreicht werden.
  • In den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik werden im zweiten Halbjahr der Klasse 8 zentrale Lernstandserhebungen durchgeführt, deren Aufgaben in Nordrhein-Westfalen zentral gestellt und jeweils am gleichen Tag bearbeitet werden. Die Lernstandserhebungen unterstützen die Lehrerinnen und Lehrer dabei, die Leistungen ihrer Schülerinnen und Schüler an den Bildungsstandards zu messen und eine schulübergreifende Standortbestimmung der erreichten Leistungen vorzunehmen. Die Ergebnisse geben Hinweise auf den Förderbedarf der Lerngruppen und der in ihnen unterrichteten Schülerinnen und Schüler. Damit sind sie eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung des Unterrichts. Sie werden deshalb in der Lehrerkonferenz und vor allem in den Fachkonferenzen beraten, in denen die Konsequenzen für die weitere schulische Arbeit festgelegt werden.
 

3. Beratung

3.1 Schullaufbahnberatung

Während der gesamten Schulzeit werden die Eltern und Schülerinnen und Schüler kontinuierlich in Fragen der Schullaufbahn beraten und über das Bildungsangebot unserer Schule informiert. Abgesehen von zahlreichen Einzelgesprächen mit den Klassenlehrerinnen und -lehrern in der Sek I sowie mit den Beratungslehrerinnen und-lehrern in der Sek II an Elternsprechtagen, in den Sprechstunden und im Rahmen der Einzelberatung in der Sek II sind folgende Beratungsschwerpunkte zu nennen:
    • Beratung am Tag der offenen Tür

    • Beratung der Eltern der zukünftigen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 über die Wahl der ersten Fremdsprache sowie über das Bildungsangebot unserer Schule bei der Anmeldung

    • kontinuierliche Beratung über die geeignete Schulform im Verlauf und am Ende der Erprobungsstufe

  • Beratung über die Wahl der zweiten Fremdsprache (Wahlpflichtbereich I) in der Jahrgangsstufe 6 Beratung über die Fächerwahl in der differenzierten Mittelstufe (Wahlpflichtbereich II) in der Jahrgangsstufe 7
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      • Beratung über das Angebot und die Organisation der gymnasialen Oberstufe sowie Entscheidungshilfe bei der Fächerwahl in der Jahrgangsstufe 9

      • zweite umfassende Beratung zu den Schullaufbahnen in der Jahrgangsstufe 10 und Entscheidungshilfe zur Wahl der Leistungskurse

      • kontinuierliche Beratung zur Schullaufbahn in den Jahrgangsstufen 11 und 12

    • ausführliche Information über den Ablauf des Abiturs in der Jahrgangsstufe 12

3.2 Allgemeine Beratung bei Erziehungsfragen

Die allgemeine Beratungstätigkeit durch die Klassenlehrerinnen und –lehrer, die Tutorinnen und –tutoren und die Beratungslehrerinnen und –lehrer in der Oberstufe sowie die Vertrauenslehrer der Schülerinnen und Schüler wird an unserer Schule durch Beratungslehrer ergänzt. Ihre Tätigkeit bezieht sich insbesondere auf folgende Bereiche:

  • Beratung von Schülerinnen und Schülern und Erziehungsberechtigten über vorbeugende und fördernde Maßnahmen im Hinblick auf die Lösung von Lern- und Verhaltensproblemen und die Förderung besonderer Begabungen,
  • Beratung von Lehrerinnen und Lehrern zur Vorbereitung und Unterstützung schulischer Maßnahmen zur Förderung von Interessen und Begabungen der Schülerinnen und Schüler,
  • Beratung von Lehrerinnen und Lehrern zur Vorbeugung und Bewältigung von Lern- und Verhaltensproblemen sowie darin begründeten Konflikten in der Schule
  • Herstellen von Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen. 

Dieses Angebot der Beratungslehrer kann grundsätzlich von allen Betroffenen durch eigene Initiative in Anspruch genommen werden, sowohl von Einzelpersonen als auch von Gruppen  ( z.B. einer Klassenpflegschaft). Es deckt sich zum Teil mit dem der Berater für Suchtvorbeugung (vgl. S. 17) dem Gesprächskreis für alle Eltern zu Fragen der Erziehung. Dieses Angebot ist offen für Veränderungen.
3.3 Gewaltprävention und Lösung schulnaher Konflikte
  • Klasseninternes Projekt in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei zum Thema „Gewalt“ in der Klasse 6 oder 7.
  • Workshop zur Gewaltprävention in der Projektwoche der Klasse 8. Ausgehend von Berichten Betroffener über Gewalt setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Rollenspielen mit Gewaltsituationen auseinander, diskutieren diese und suchen nach Lösungswegen. Zusätzlich informieren ein Polizeibeamter und ein Vertreter des Weißen Rings darüber, an wen man sich um Hilfe in Krisensituationen wenden kann.
  • Streitschlichtung

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 werden von einer Gruppe von Tutoren (Lehrerinnen und Lehrer) als Streitschlichter ausgebildet. Die neu ausgebildeten  Streitschlichter beziehen jeweils nach den Herbstferien  ihr Schlichterbüro und stehen in den großen Pausen Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 bis 8 bei Konflikten zur Verfügung. Bevor die Schlichtung beginnen kann, müssen alle Beteiligten den oder die Fachlehrer aufsuchen, um eine Befreiung für die ersten zwanzig Minuten der Unterrichtsstunde zu erbitten. Nach Ablauf des Schlichtungsgespräches wird eine Vereinbarung zwischen den Parteien getroffen und unterzeichnet. Die Arbeit der Schlichter wird von den  Tutoren begleitet, die regelmäßig mit ihnen die gemachten Erfahrungen reflektieren und bei auftretenden Problemen beraten. Sinn der Maßnahme ist es vor allem, das soziale Lernen der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Sie lernen, Konflikte gewaltfrei auszutragen, müssen Verantwortung übernehmen und machen so Erfahrungen, auf die sie in anderen Lebenssituationen zurückgreifen können.

  • Individuelle Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie Eltern bei besonderen Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten durch die dafür ausgebildeten Beratungslehrer.

3.4 Gesundheitserziehung

3.4.1 Suchtprävention

  • Workshop für die Jahrgangsstufe 6 zur Nikotinvorbeugung. Peers (Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12)  bieten Workshops zu verschiedenen Themen an, die den Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 6 die Möglichkeit geben, sich kreativ mit Aspekten der Persönlichkeitsentwicklung (wie z.B. Freundschaft, Vertrauen, Mut) und Fragen der Lebensgestaltung auseinanderzusetzen. Diese Workshops werden für die ganze Jahrgangsstufe 6 an einem Nachmittag durchgeführt (drei bis vier Zeitstunden). Die Gruppemgröße beträgt rund acht Personen.
  • Projektwoche für die Klasse 7 zum Thema „Suchtvorbeugung“. Da moderne Konzeptionen von Suchtvorbeugung den Menschen mit seinen Lebensbedingungen, seinen Wünschen und Zielen in den Mittelpunkt rücken, sich am ganzen Menschen, seinen verstandesmäßigen, seinen körperlichen und emotionalen Möglichkeiten orientieren und das Verantwortungsgefühl des Einzelnen für sein eigenes Leben und damit sein Selbstwertgefühl stärken wollen, erfolgt die suchtvorbeugende Arbeit in der Projektwoche nur zum kleineren Teil theoretisch (z.B. in Form von Informationen über gesundheitliche und soziale Gefährdungen durch bestimmte Drogen), sondern besteht zum größeren Teil aus praktischen Übungen und Tätigkeiten, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich sowohl als Einzelne wie auch als Mitglied einer oder verschiedener Gruppen bewusst zu erfahren. Dies soll zu einer gezielten Auseinandersetzung mit Fragen führen wie: Wer bin ich? Wie sehe ich mich / die anderen? Wie sehen diese mich? Wie will ich sein? Die durchgeführten Tätigkeiten liegen schwerpunktmäßig in den Bereichen kognitive Auseinandersetzung und körperliche Aktivität (Drunk Busters, Vertrauens-, Mut-, Kooperationsübungen, Abenteuerparcours).
  • Projekttag in der Klasse 8 zum Thema „Abhängigkeit und Sucht“.
  • Peerprojekt für die Jahrgangsstufen 10 bis 12. Schülerinnen und Schüler dieser Jahrgangsstufen, die eine entsprechende Fortbildung besucht haben, betreuen die Workshops zur Nikotinvorbeugung in der Jahrgangsstufe 6 und den Projekttag „Abhängigkeit und Sucht“ in der Jahrgangsstufe 8.
  • Informationsabende und Gesprächskreise für Eltern in verschiedenen Jahrgangsstufen.
  • Auf Wunsch Herstellung von Kontakten zu außerschulischen Einrichtungen.

3.4.2 Ernährung und Bewegung

Über die Suchtvorbeugung hinausgehende Aspekte der Gesundheitserziehung, die an unserer Schule einen besonderen Stellenwert haben, sind Ernährung und Bewegung.

Seit zehn Jahren bieten wir in der ersten großen Pause ein gesundes Frühstück an. Anfangs konnte dies nur einmal wöchentlich geschehen, inzwischen werden die Schülerinnen und Schüler täglich von Eltern mit gesunden Nahrungsmitteln versorgt. Täglich wechselnde Dreier- bzw. Viererteams von Eltern planen, kaufen ein, bereiten vor, verkaufen, räumen auf, spülen und rechnen ab und gewinnen gleichzeitig einen Einblick in den Schulalltag.
Da die Teams erst im Abstand von zwei Wochen erneut zum Einsatz kommen, wird unseren Schülerinnen und Schülern ein äußerst abwechslungsreiches Buffet angeboten.

Ebenso wie die gesunde Ernährung hat auch die Bewegung einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden sowie auf die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.
Den drei Stunden Sportunterricht pro Woche stehen insgesamt 150 Minuten Pausenzeit in der Schule gegenüber. Um diese Pausenzeiten intensiver für die Bewegung nutzen zu können, bieten wir vor allem den jüngeren Schülerinnen und Schülern in jeder zweiten großen Pause eine große Auswahl an Sport- und Spielgeräten an. Der Ausleihdienst wird jeweils von den 6. Klassen übernommen.

3.4.3 Sport

Der Sportunterricht steht im Zentrum unserer gesundheitserzieherischen Bemühungen, weil hier alle Schülerinnen und Schüler angesprochen werden können. Durch Schülersportgemeinschaften, Pausensportaktivitäten (vgl. Seite 17.), Sportförderunterricht, Wandertage, Schulsporttage und Schulfahrten mit sportlichem Schwerpunkt (vgl. Seite 26.) wollen wir die Chancen für Gesundheit durch Bewegung vergrößern. Schulsport und Bewegung sind wesentliche Bestandteile für die Gestaltung des Schullebens und damit unseres Schulprogrammes.
Außerunterrichtlicher Schulsport eröffnet den Schülerinnen und Schülern ihren individuellen Neigungen entsprechend Entfaltungsmöglichkeiten und bietet vielfältige Chancen einer Öffnung der Schule zum Schulumfeld. Im außerunterrichtlichen Schulsport werden die Schülerinnen und Schüler schon sehr früh an die Übernahme von Verantwortung herangeführt, denn sie beteiligen sich in geeigneter Form an der Planung und Organisation außerunterrichtlicher Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote.
Eine Herausforderung besonderer Art ist die Teilnahme unserer Schülerinnen und Schüler an Wettkämpfen in ihrer ganzen Vielfalt von Einzelwettkämpfen über Mehrkämpfe bis zu Gruppenwettkämpfen in folgenden Sportarten: Leichtathletik, Schwimmen, Turnen, Basketball, Fußball, Handball, Volleyball, Hockey, Tennis, Tischtennis, Duathlon, Triathlon, Schach.
Unsere verschiedenen Angebotsformen außerunterrichtlichen Schulsports sind profilbildende Elemente im Lebensraum Schule. Sie bieten unseren Schülerinnen und Schülern eine zusätzliche Chance zur Identifikation mit unserer Schule.

3.5 Berufs- und Studienwahl

    • Projektwoche Berufswahlvorbeitung I in der Jahrgangsstufe 9. Die Schülerinnen und Schüler erkunden unter Anleitung der beteiligten Lehrerinnen und Lehrer Möglichkeiten, wie man eigene Berufswünsche entwickeln kann und welche Institutionen in Mönchengladbach und Umgebung dabei Hilfe anbieten. Zur Projektwoche gehören u. a. die Vorbereitung auf schriftliche Bewerbungen und Einstellungstests sowie die Simulation von Einstellungsgesprächen.

 

    • Teilnahme von Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 am Girls-Day (Telecom Neuß), durch den Mädchen an technische Berufe herangeführt werden sollen.

 

    • BEE – Business English and Economics als eines von drei Angeboten im Wahlpflichtbereich II der Jahrgangsstufen 8 und 9. Bei diesem Angebot geht es um den Erwerb von Grundkenntnissen im Bereich Wirtschaftsenglisch, den Einblick in wirtschaftliche Zusammenhänge, den sicheren Gebrauch des Englischen in Standardsituationen des Berufs- und Geschäftslebens, die Planung und Umsetzung von Geschäftsideen und die kritische Betrachtung der Rolle des Verbrauchers im Wirtschaftsleben.

 

    • Berufsorientierungswochen (BOW) in der Jahrgangsstufe EF. Die Schülerinnen und Schüler bewerben sich zunächst selbstständig um Praktikantenplätze; bei Schwierigkeiten gibt die Schule Hilfestellungen. Während des Praktikums in den Berufsorientierungswochen, die bei Bedarf auch verlängert werden können, gewinnen die Schülerinnen und Schüler Einblick in den beruflichen Alltag und haben die Gelegenheit, eigene Berufswünsche zu überprüfen. Sie werden dabei von ihren Fachlehrern betreut. Die Schülerinnen und Schüler legen nach diesen Wochen einen Praktikumsbericht vor. Am Ende erfolgt eine Evaluation der Berufsorientierungswochen durch die beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer.

 

    • Informationsabend „Berufspraxis“ für alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen EF, Q1, Q2. Eltern unserer Schule aus unterschiedlichsten Berufsfeldern stellen an diesem Abend in Kleingruppen von Schülerinnen und Schülern ihren Beruf vor, erläutern also im Gespräch, was sie in ihrem Beruf machen, welche Ausbildung man dafür benötigt, welche Eigenschaften bei ihrer Tätigkeit gefordert werden, wie sich ein ganz „normaler“ Tagesablauf gestaltet und welche Perspektiven der Beruf bietet. Auf diese Weise erhalten die Schülerinnen und Schüler einen besseren Einblick in die Berufspraxis und Hilfestellungen bei ihren Überlegungen, wie es nach ihrer Schulzeit weitergehen soll und welcher Beruf ihren Interessen entsprechen könnte.

 

    • Betriebsbesichtigungen durch Erdkunde- und Sowi-Kurse in der Jahrgangsstufe EF.

 

Berufswahlvorbereitung im Schuljahr der Q1

    • Allgemeine Beratung zur Berufs- und Studienwahl durch die Agentur für Arbeit.
    • Angebot einer individuellen Sprechstunde durch die Agentur für Arbeit.
    • Durchführung eines Assessment-Centers durch Mitarbeiter der BARMER. Immer mehr Firmen gehen dazu über, bei Bewerbungen im Rahmen eines Gruppenauswahlverfahrens von Bewerbern Übungen aus dem sogenannten Assessment-Center-Testverfahren einzusetzen. Es handelt sich hierbei um eine Mischung aus Persönlichkeits- und Verhaltenstests. Die Bewerber müssen sich dabei in verschiedenen Übungen (z.B. Selbtspräsentation, Kurzvortrag, Gruppenübung oder –diskussion, Rollenspiel) bewähren, um persönliche und soziale Kompetenzen zu beweisen. Die Mitarbeiter der BARMER führen für unsere Schülerinnen und Schüler ein gezieltes Training durch, um sie auf diese Weise auf ein Assessment-Center und bevorstehende Bewerbungen vorzubereiten.
    • Besuch unterschiedlicher Berufsfelder

Die Schülerinnen und Schüler haben die Gelegenheit die Berufsfelder der Unternehmen REMONDIS, Stadtsparkasse Mönchengladbach, DeBeKa, Scheidt&Bachmann, Skihalle Neuss, Kinderklinik des Allgemeinen Krankenhauses Viersen bzw. das Berufsfeld des Steuerfachangestellten  und Steuerberaters kennen zu lernen.

Berufswahlvorbereitung II in der Projektwoche der Jahrgangsstufe Q1.

    • Besuch verschiedener Universitäten und Hochschulen durcheinzelne Kurse.
    • Bewerbungstraining durch den Geschäftsführer der Firma Scheidt& Bachmann, Herrn Dr. Norbert Miller. Die Schülerinnen und Schüler können sich auf fiktive Stellen bei Scheidt & Bachmann bewerben und Bewerbungsmappen einreichen, die Herr Dr. Miller durchsieht und deren Vorzüge und Nachteile er dann mit den Schülerinnen und Schülern in unserer Schule bespricht. Danach führt er mit einigen der beteiligten Schülerinnen und Schülern Bewerbungsgespräche durch, die im Anschluss evaluiert werden.

 

4. Fachübergreifendes Arbeiten  

Fachübergreifendes Arbeiten wird an unserer Schule auf vielfältige Weise gefördert:

  • Die Fachlehrerinnen und –lehrer blicken in ihrem Unterricht häufig „über den Tellerrand“ ihres Faches hinaus und machen ihren Schülerinnen und Schülern auch die Ergebnisse und Arbeitsweisen der Nachbarwissenschaften zugänglich.
  • Es bestehen Absprachen zwischen den verschiedenen Fächern, durch die eine sinnvolle Reihenfolge der Themen in den einzelnen Fächern, die Zuordnung von Themenaspekten und die einheitliche Verwendung von Fachbegriffen festgelegt werden.
  • In verschiednen Klassen werden begrenzte Themen von Lehrerinnen und Lehrern gemeinsam behandelt.
  • Um dem Stellenwert des fachübergreifenden Unterrichts besonders Rechnung zu tragen, wird in jedem Schuljahr ein fachübergreifendes Projekt durchgeführt, bei dem in jeder Jahrgangsstufe ein wichtiges und für die Schülerinnen und Schüler interessantes Thema aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Fächer eine Woche lang bearbeitet wird.
  • Jahrgangsstufe 5

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Thema „Landwirtschaft im  Mönchengladbacher Raum“. Durch Exkursionen zu Bauernhöfen (Bio-Bauernhof, moderner Ackerbaubetrieb, Pferdehof) und durch die Möglichkeit, die Exkursionserfahrungen bildnerisch und gestalterisch mit verschiedenen Materialien umzusetzen, lernen die Schülerinnen und Schüler, das Thema aus dem Blickwinkel der Fächer Biologie, Erdkunde, Kunst und Politik zu betrachten.

  • Jahrgangsstufe 6

Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit dem Thema „Wasser – ein Bestandteil unserer Umwelt“. In Kleingruppen erproben Fachlehrerinnen und -lehrer der Fächer Chemie, Erdkunde, Physik, Biologie und Sport ein vor allem handlungsorientiertes Herangehen an das Thema „Wasser“. Dabei werden einige außerschulische Lernorte im Umfeld unserer Schule aufgesucht, die für das Thema relevant sind (Wasserwerk, Wasserturm, Schwimmbad).

  • Jahrgangsstufe 7

Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten das Thema „Suchtvorbeugung“. Betreut von Lehrerinnen und Lehrern der Fächer Biologie, Religion, Kunst und Sport beschäftigen sie sich auch theoretisch mit Suchtvorbeugung (z.B. mit Informationen über gesundheitliche und soziale Gefährdung durch Drogen), arbeiten in dieser Woche aber vor allem daran, durch praktische Übungen das Verantwortungsgefühl des Einzelnen für sein Leben und damit sein Selbstwertgefühl zu steigern. (vergl Seite 16/17)

  • Jahrgangsstufe 8

    Mit den Schülerinnen und Schülern wird ein Workshop zur Gewaltprävention durchgeführt. Ausgehend von Berichten Betroffener über Gewalt setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von Rollenspielen mit Gewaltsituationen auseinander, diskutieren diese und suchen nach Lösungswegen. Zusätzlich informieren ein Polizeibeamter und ein Vertreter des Weißen Rings darüber, an wen man sich um Hilfe in Krisensituationen wenden kann. (vergl. Seite 16)

  •  Jahrgangsstufe 9

    Die Schülerinnen und Schüler beschäfigen sich mit dem Thema „Berufswahlvorbereitung I“ und beschäftigen sich mit dem Thema „Lernen lernen“ und setzen sich unter der Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern der Fächer Deutsch, Geschichte, Mathematik und Kunst mit wichtigen Arbeitstechniken auseinander. Dabei steht nicht die Theorie im Vordergrund, sondern es werden praktische Übungen durchgeführt, durch die die Schülerinnen und Schüler sicherer in der Anwendung dieser Techniken werden. (vergl. 5)

5. Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken

    • Neben der Vermittlung fachlicher Inhalte kommt es ganz besonders darauf an, dass die Schülerinnen und Schüler die Lern- und Arbeitstechniken kennen lernen und auch anwenden können. Sowohl in der Schule als auch in der Ausbildung oder im Studium sind sie immer wieder auf diese Techniken angewiesen. Auch nach dem Ende der Schul-, Ausbildungs- oder Studienzeit hört das Lernen nicht auf, sondern ist lebenslanges Lernen. Nur wer über die entsprechenden Lern- und Arbeitstechniken verfügt und das Lernen in der Schule gelernt hat, kann diesen Anforderungen gerecht werden.

 

  • Deshalb hat sich unsere Schule eingehend mit der Frage beschäftigt, wie man die Schülerinnen und Schüler über den üblichen Fachunterricht hinaus noch intensiver und systematischer in die Lern- und Arbeitstechniken einführen, wie man Schlüsselqualifikationen vermitteln und dabei helfen kann, das Lernen zu lernen. Das Ergebnis dieser Überlegungen ist die Gestaltung der Projektwoche in der Jahrgangsstufe 9. In dieser durchlaufen alle Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen verschiedene Stationen und beschäftigen sich unter der Anleitung von Fachlehrern unterschiedlicher Fächer in klassenübergreifenden Arbeitsgruppen mit den Themen "Bewerbungstraining", "Förderung der Lesekompetenz", "Soziale Kompetenz", "Kommunikationstraining" und "Facharbeit und Referat". Unmittelbar vor ihrem Eintritt in die Oberstufe bzw. die Qualifikationsphase wird den Schülerinnen und Schülern damit die Bedeutung der Lern- und Arbeitstechniken noch einmal nachhaltig verdeutlicht und gleichzeitig werden wichtige Grundlagen für die Vorbereitung auf das wissenschaftliche Arbeiten in der Sekundarstufe II gelegt.