Neues vom Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten 2009

Die Gewinner von NRW:  Melissa Er, Paula Sasse und Lukas Jansen – unter Leitung von der Fachlehrerin Frau Busenius – Pongs - wurden vom Bundestagsabgeordneten unseres Wahlkreises, Dr. Günther Krings, zu einer Berlinfahrt eingeladen.
Dazu zeigen die Bilder das Brandenburger Tor und das Treffen von Dr. Krings mit uns,  Lukas Jansen, Melissa Er, Frau Busenius –Pongs und Paula Sasse.

Neben touristischen Höhepunkten wie dem Besuch des Wachsfigurenkabinetts gab es auch politische. Dazu gehörte der Besuch des Bundestages, wo wir eine Debatte über die Gesundheits- und die Steuerreform verfolgen konnten, wie das Bild von der Regierungsbank und vom Finanzminister Wolfgang Schäuble am Rednerpult zeigt.
 Besonders beeindruckend war  der Besuch des bis zur Wende „verbotenen Stadtteils“, des Stasi – Sperrbezirks Berlin – Hohenschönhausen. Hier gab es bis zum Ende des zweiten Weltkrieges eine Großküche sowie nationalsozialistische Zwangsarbeitslager und 1945 errichtete die sowjetische Spionageabwehr dort ein militärisches Sperrgebiet für ein Speziallager. In einem fensterlosen, runden und schallgedämpften Zellentrakt im Keller sollten „politisch Verdächtige“ für Verhöre zermürbt werden mit anschließendem Abtransport in die Zwangslager in der Sowjetunion. Später übernahm der DDR – Staatssicherheitsdienst das vor der Öffentlichkeit geheimgehaltene Gefängnis.
Das Bild zeigt, wie ein ehemaliger Gefangener der Stasi uns auch den unheimlichen Raum zeigte, wo Gefangene der Wasserfolter ausgesetzt wurden.  
Unser Führer war als Schüler zwei Jahre lang in dieser Haftanstalt ohne jeden Außenkontakt, weil er Beziehungen zu Jugendorganisationen in der Bundesrepublik unterhalten hatte. Er berichtete, dass die Stasi ausgeklügelte psychologische Foltermethoden angewendet habe, die  aber nicht weniger grausam gewesen seien als die rein körperlichen. Viele Quellen belegen dies und wie sehr die Gefangenen der unmenschlichen Willkür der Stasi – Beamten ausgeliefert waren. Nach der Haftentlassung durfte unser Führer nicht mehr studieren und auch lange Zeit keine Berufsausbildung aufnehmen.
Dies zeigte uns, wie sehr sich Diktaturen ähneln.  Unsere preis gekrönte Arbeit über  Theo Hespers, Schüler des Stiftischen Humanistischen Gymnasiums zur Zeit der nationalsozialistischen Diktatur, zeigt, wie er als Widerstandskämpfer unter ähnlichen Foltermethoden gelitten, aber nichts und niemanden verraten hatte. Wie heldenhaft das war, das wurde uns in Hohenschönhausen deutlich.
Für diese erlebnisreiche Berlinfahrt möchten wir auch auf diesem Wege Herrn Dr. Krings nochmals danken!

Melissa Er, Paula Sasse, Lukas Jansen und Frau Busenius - Pongs