Weert Austausch, 26.April 2010

Viele unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Vorlieben, und doch ging eines aus allen Fragebögen hervor- es solle ein schöner Tag werden, da waren sich die 18 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen mit ihren Austauschschülern des Bisschoppelijk College Weert einig.

Wir fuhren etwas später als erwartet los, trafen jedoch mit großer Vorfreude und Neugier noch pünktlich in Weert ein und wurden sofort freundlich von der dortigen Deutschlehrerin empfangen. Das Lehrerzimmer, in das wir geführt wurden, nachdem sich die einzelnen Austauschpaare gefunden hatten, war mindestens doppelt so groß wie unseres am Huma, und so bestätigte sich auch dieser erste Eindruck bei der Führung durch die übrige Schule: Es gab meterlange Flure mit hunderten von Spinden an den Wänden, einen großen Aufenthaltsraum, der mit vielen Computern bestückt war, eine noch größere Cafeteria, drei große Sporthallen und, nicht zu vergessen, eine große Anzahl an Grünflächen, die den Campus eingrenzten und uns alle neidisch werden ließen. Da ja das eigentliche Ziel des Austausches die Verbesserung der Deutschkenntnisse der Holländer war, wurden diese auch dementsprechend gefordert, indem wir z.B. Gruppen bildeten und die Aufgabe bekamen, eine Szene auf Deutsch vorzubereiten und diese filmen zu lassen.
Einziger Nachteil einer so grünen Schule ist, und da haben wir dann doch alle wieder unser Glück erkannt, dass sie kilometerweit von der Innenstadt entfernt ist, sodass manche das Pech hatten, sich Bewegen zu müssen und den Weg zu Fuß zurücklegten, während andere auf den Gepäckträgern herumgefahren wurden. Nebenbei, ich habe noch nie so viele Fahrräder wie dort vor der Schule gesehen. Nach einer Stadtführung, bei der wir sowohl auf Rathaus, als auch auf Coffee Shop hingewiesen wurden, entdeckten wir den holländischen Supermarkt für uns und entschieden uns hauptsächlich (typischerweise) für Pannekoeken und Pizza als Mittagessen.
Dieses bereiteten wir in der Schulküche selbst zu und genossen somit einen gemütlichen Ausklang des sehr interessanten Tages.
Und der Seitenwechsel…
Am 13. Juni erfolgte das langersehnte Wiedersehen. Nachdem die Holländer in ihren orangen Trikots, mit Vuvuzelas und anderen orangen Dingen angekommen waren, hatten auch sie die Ehre, von uns Austauschpartnern in unserer Schule herumgeführt zu werden. Dabei wurde deutlich, dass sie etwas verwirrt über den Baustil und die Ähnlichkeit verschiedener Flure waren, weshalb ich zum Beispiel vor den naturwissenschaftlichen Räumen gefragt wurde, ob es in unserer Schule keine Fenster gäbe. Bevor wir uns wieder dem Lernen der deutschen Sprache widmeten, wurden die kleinen Szenen, die zu einem kurzen Film verarbeitet wurden, gezeigt, bei dem alle, sowohl über den eigenen Auftritt, als auch über den anderer lachen konnten.
Um etwas auf das damalige Thema der Themen einzugehen, gestalteten wir eine Umfrage zum Thema Fußballweltmeisterschaft, sodass die Holländer ihre Scheu überwinden, und in der Stadt Leute auf Deutsch ansprechen sollten. Außerdem bekamen sie die Aufgabe, die Ergebnisse der Umfrage vor uns und ihren Mitschülern zu präsentieren, was manchen mehr, anderen weniger Probleme bereitete. Anschließend besuchten wir zusammen die Cafés oder Parks Mönchengladbachs und beendeten dann auch diesen letzten, zweiten Tag bei Würstchen und Kartoffelsalat in der Schule.
Abschließend kann ich allen dieses Austauschprogramm nur empfehlen. Es ist interessant die Unterschiede zweier Länder, die doch so eng nebeneinander liegen, zu erfahren und gleichzeitig nette Leute kennen zu lernen. Es sind manche neuen Freundschaften entstanden und somit hoffe ich, dass dieses Projekt auch noch einige Jahre bestehen bleibt.

Chiara Porada 10a

Steckbrief für Weert-Austausch als doc

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