8C GoEs FoR CaRiTaS

ImageDie Klasse 8c des Stiftischen Humanistischen Gymnasiums startete mit dem Caritas-Verband ein gemeinsames Projekt. Ziel des Projektes war es,  einen Einblick zu bekommen wie integrative Arbeit mit Kindern, die eine Behinderung haben, stattfindet.
Um einen möglichst breiten Einblick in die Arbeit der Caritas mit behinderten Kindern zu bekommen und gleichzeitig auch einen Beitrag zu dieser Arbeit leisten zu können, teilten wir uns in fünf verschiedenen Gruppen auf, die mit unterschiedlichen Aufgaben betraut waren.
Dazu gehörten:
  • die Spendensammler, die von den Verkauf von Limonade in der Schule und einer Spendeaktion in der Stadt veranstalteten Geld sammelten
  • Besuche im Kindergarten am Kuhbaum, die dreimal stattfanden, vermittelten unseren Schülern zu lernen wie man mit behinderten Kindern umgeht
  • die Dokumentationsgruppe besuchte auch den Kindergarten um viele Fotos zu machen und schrieben auch Berichte.
  
und zu guter Letzt Marketing die viele Flyer und Plakate für den Verkauf der Limonade machten.

All das verschaffte unseren Schülern einen Einblick in das Leben der Caritas!

Bericht von Thao Nguyen und Katerina Morfi
 
Erwartungen und Ängste vor dem ersten Kindergartenbesuch

ImageWir haben uns Gedanken gemacht, was wohl bei unserem ersten Besuch im Kindergarten am Kuhbaum so alles passieren wird.
Viele von uns wünschten sich, nach diesem Besuch im Kindergarten gelernt zu haben, besser mit Kindern mit Behinderung umgehen zu können und deren Leben zu verstehen.
Einige von uns hatten schon früher Kontakt mit behinderten Kindern und wünschen sich auch später mit behinderten Kindern arbeiten zu können.
Auch hofften wir darauf, dass die Kinder sich über unseren Besuch freuen würden.
Einige von uns wollten auch gerne sehen wie die Kinder Fortschritte machen und trotz ihrer Behinderung ein glückliches Leben führen.
Natürlich hatten wir auch Ängste:
Zum Beispiel hatten wir Angst vor schwierigen Situationen und falschen Reaktionen von unserer Seite. Viele von uns fürchteten auch, nicht mit den Kindern zurecht zu kommen oder das die Kinder nicht mit uns zurecht kämen.
Trotz dieser Befürchtungen freuten wie uns sehr auf unseren ersten Besuch im Kindergarten…!
 
Erfahrungen beim ersten Besuch

Bei unserem ersten Besuch im Kindergarten am Kuhbaum haben wir viele Erfahrungen gesammelt.
Da die Kinder wegen ihren Behinderungen in vier Gruppen eingeteilt sind, wurden auch wir aufgeteilt. Jede Gruppe hat maximal acht Kinder und zwei bis drei Erzieherinnen. Die Gruppen sind in einzelne Räume eingeteilt. Zusätzlich gibt es in speziellen Waschräumen mehrere Waschbecken und eine Badewanne für die Kinder.
In den Gruppenräumen spielen und essen die Erzieherinnen mit den Kindern. Dies alles dient dazu, sie auf ihr späteres Leben vorzubereiten, da die Kinder als Erwachsene so selbstständig wie möglich leben sollen.
Spezielle Räume wie der Snoezelraum dienen der Entspannung und der Schärfung der Sinne. Dies geschieht dadurch, dass z. B. Kinder mit Lähmungen durch nur leichte Berührungen auf Klangkörpern Töne und Melodien erzeugen können, die dann auf den ganzen Raum übertragen werden. Ziel ist es dabei, dass die Kinder merken, dass sie selbst mit ihren eingeschränkten Möglichkeiten für sie große Sachen bewirken können.
 
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Projekt der Klasse 8c, Stiftisches Humanistisches Gymnasium MG, mit dem Caritasverband für die Region Mönchengladbach-Rheydt e.V.

 

Projekt der Klasse 8c, Stiftisches Humanistisches Gymnasium MG, mit dem Caritasverband für die Region Mönchengladbach-Rheydt e.V.


1)    Projektidee:
  • Die Klasse wollte alternativ zum alljährlichen Wichteln das Geld für die Wichtelgeschenke lieber für einen sinnvollen Zweck verwenden. Über einen Schüler wurde Kontakt zum Caritasverband aufgebaut.
  • Die Caritas schlug eine Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Am Kuhbaum vor, damit die Schüler nicht einfach nur Geld spenden, sondern vor Ort erleben können, was mit dem Geld passiert.
  • Nach einigen Vorgesprächen begann die Projektarbeit in der Klasse. Beteiligt waren die Fächer Religion und Politik.

2)    Durchführung des Projekts
  • Zunächst wurde der Caritasverband der Klasse vorgestellt mit dessen Aufgabengebieten und Tätigkeiten. Vorkenntnisse der Schüler wurden eingebunden. Über ein Video und weitere Ausführungen wurden die Schüler über den Kindergarten am Kuhbaum informiert und deren Besuch dort vorbereitet.
  • Eine Gruppe von Schülern besuchte den Kindergarten an insgesamt drei Terminen. Sie lernten hier die Arbeit mit behinderten Kindern vor Ort kennen, konnten Fragen stellen und so wertvolle Erfahrungen sammeln, die sie in einem Bericht verarbeitet haben. Zusätzlich wurden Fotos zur Dokumentation erstellt.
  • Eine Gruppe organisierte einen Getränkeverkauf an der Schule. Hierfür wurde Werbung gestaltet, um die Mitschüler zu informieren.
  • Eine Gruppe sammelte Spenden in der Mönchengladbacher Innenstadt
  • Einige Schüler arbeiteten an einem Artikel für die Schülerzeitung.
  • Einige Schüler bereiteten eine mündliche Präsentation des Projektes für die Ausstellung vor.
  • Zu allen Aktivitäten wurden Berichte für die Ausstellung geschrieben und sehr viele Schüler engagierten sich in der grafischen Gestaltung der Poster für die Ausstellung. Ein Scheck für die Spendenübergabe wurde ebenfalls gestaltet.
  • Die Schüler sammelten zudem im privaten Rahmen Spenden für das Projekt. Zusätzlich wurden von einem Geldpreis, den die Klasse beim Schülerwettbewerb Politische Bildung gewonnen hatte, 150 Euro gespendet.

3)    Bilanz:
  • Die Schüler haben insgesamt sehr engagiert und mit viel Freude gearbeitet. Sie konnten durch diverse außerunterrichtliche Aktivitäten (Spendensammeln in der Stadt, Organisation eines Getränkeverkaufs, Besuch im Kindergarten) sehr viele neue Erkenntnisse gewinnen und ihren Erfahrungsschatz erweitern.
  • Auch die begleitenden Lehrer empfanden den Schritt aus der Schule heraus in Partnerschaft mit dem Caritasverband als gewinnbringend und bereichernd für ihre eigene schulische Arbeit.

Michael Bergemann, Klassenlehrer 8C