Das HUMA ehrt Miriam Röder – Tanz als Brückenbau

„Wenn ich tanze, fühle ich mich lebendig. Und ich möchte, dass andere ihre eigene Freude daran entdecken können“, so erklärt Miriam Röder ihre Leidenschaft für Tanz. Und da sie nicht nur Freude in anderen weckt, sondern auch durch ihr außergewöhnliches Engagement und ihrem Esprit der kulturellen und sozialen Verständigung in der Welt einen nachhaltigen Ausdruck verleiht, war sie die diesjährige Nominierte für den Stiftungspreis am HUMA.

Nicht nur kommunal, sondern auch auf (inter)nationaler Ebene bereicherte sie das kulturelle Leben und trägt zur Völkerverständigung bei. Zu nennen sind etliche Projekte von Miriam: ein Tanzprojekt zur Völkerverständigung von und mit Israelis, Palästinensern und Deutschen, ehrenamtliche Projekte an Grundschulen, das crowdgefundete Kindertanztheaterstück Muster in Bewegung (usammen mit Johanna Schlösser und Julia Ostermair), welches für die nachhaltige Förderung von Kindern und Jugendlichen mit dem Preis Bremer Helden 2017 ausgezeichnet wurde oder ihre Teilnahme und Organisation des Suchtvorbeugungsprojekts „Tanz als Prävention“.


Miriam Röder Biographie ist ein anschauliches Vorbild dafür, was es heißt, sich sowohl vom Humanismus als auch von der Schule prägen zu lassen. Die Philosophen der Spätantike prägten die Formel des Humanismus: bonum est diffusivum sui. Das Gute ist dasjenige, was sich ausbreitet, indem es sich selbst verschenkt. Das heißt für unsere heutige Situation: Wer Teilhabe an dem Guten hat, der ist aus Dankbarkeit dafür moralisch verpflichtet, denjenigen, die normaler Weise davon aus körperlichen, sozialen oder kulturellen Gründen ausgeschlossen sind, diese Teilhabe ebenfalls zu ermöglichen. Und Miriam Röders ist ein wunderbares Beispiel dafür.